Vogelschutz an Windkraftstandorten

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Das 2007 veröffentlichte sogenannte „Helgoländer Papier“ der Länderarbeitsgemeinschaft der staatlichen Vogelschutzwarten stellt den aktuellen Fachstandard für den empfohlenen Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und sensiblen Vogelvorkommen dar. Seine Gültigkeit als fachliche Messlatte wurde von Gerichten vielfach bestätigt. Derzeit liegt eine aufgrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisierte Version dieser Abstandsempfehlungen in den Schubladen der Vogelschutzwarten. Auf Druck der Windenergie-Lobby konnte diese allerdings bisher nicht veröffentlicht werden.

Um Fehlinvestitionen, Verzögerungen und Rechtsstreitigkeiten bei der Realisierung von Windkraftanlagen an Land zu vermeiden, ist es für Investoren und Genehmigungsbehörden wichtig, bereits bei der Standortwahl fachliche Empfehlungen zum Abstand von wichtigen Vogelvorkommen berücksichtigen zu können, die auch vor Gericht Bestand haben. Genau diese Funktion erfüllt das Fachpapier der staatlichen Vogelschutzwarten.

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photo credit: aka Jens Rost via photopin cc